Ein Trauma kann physischer oder psychischer Natur sein, ausgelöst durch ein überwältigendes
Erlebnis oder eine Situation die nicht bewältigt werden konnte. Das Gefühl von Hilflosigkeit, Verlust von Kontrolle und Sicherheit stehen im Vordergrund eines betroffenen Tieres.
Das Nervensystem wacht ununterbrochen ohne das es den Hunden oder uns Menschen bewusst
ist über unsere körperliche und seelische Sicherheit.
Das sympathische Nervensystem bei Hunden fördert Kampf oder Flucht Reaktionen, das
parasympathische Nervensystem Entspannung und Ruhe. Ein Trauma kann das Gleichgewicht
zwischen diesen hochkomplexen Systemen und ihren Hormonen Adrenalin, Noradrenalin und
Cortisol stören und der Hund bleibt in einer Art Überlebensprogramm gefangen, es ist Ihm nicht
möglich zu lernen oder sich im Alltag anzupassen.
Ein Heilungsprozess ist ein langer manchmal ein lebenslanger Weg der viel Geduld, Verständnis
und Mitgefühl erfordert. Eine individuelle Betrachtung ist hierbei sehr wichtig da nicht jeder Hund gleich zu setzten ist. Unterstützung durch einen erfahrenen Tierarzt, einen spezialisierten Hundetrainer oder Therapeuten sind bei schwerem Trauma ein wichtiger Baustein. Feste Bezugspersonen sowie klare Strukturen sorgen für Stabilität und Orientierung. Erst wenn das Gefühl von Sicherheit entsteht können Seele, Körper und Geist ein Erlebnis verarbeiten und integrieren.
Trauma bei Hunden ist ein noch immer unterschätztes Thema das viel Verständnis und Achtsamkeit benötigt. Ein gestörtes Nervensystem kann langfristig zu zahlreichen Erkrankungen und Verhaltensstörungen führen und benötigt ganzheitliche Unterstützung. Jeder Hund reagiert anders auf Erlebnisse manche Hunde schütteln negative Erfahrungen ab, andere bleiben in ihren Erlebnissen gefangen und benötigen Unterstützung.
Jeder Hund ist einzigartig.
Eva Obst
Mohrungerstraße 7
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